AK Hochschulgruppe Unterbezirk Braunschweig

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Liebe Studentinnen und Studenten,

wir sind die Juso-Hochschulgruppe Braunschweig. Unser Ziel sind faire Studienbedingungen für alle. Auch du kannst dabei sein, melde dich einfach bei UNS.

nächster Treffpunkt: 18.11.2010

Anlaß: Kennernlernabend zusammen mit Erstsemester in Braunschweig in Kooperation mit der Hochschulgruppe der Friedrich-Ebert Stiftung

Uhrzeit: 18.30 Uhr

Ort: Cafe Herrmanns, Schleinitzstr. 18 in Braunschweig (direkt bei der TU Braunschweig)

um 19.30 werden wir unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Carola Reimann von der SPD besuchen.

Melde dich hier an und komm vorbei!

 

Dafür stehen wir:

Master für alle!
 Arbeitnehmer zeigen immer wieder: Ein Bachelor-Abschluss ist keinesfalls berufsqualifizierend. Es werden schlechtere Arbeitsplätze mit weniger Lohn angeboten. Kein Wunder: Die Qualität der Lehrstoffvermittlung hat stark unter der Komprimierung auf 6 Semester gelitten. Studentisches Engagement fällt weg, Auslandsaufenthalte sind nicht mehr möglich und vor allem ein selbstgestaltetes Studium ist eine Utopie von gestern. Vielmehr entfacht die Angst vor vor zu schlechten Noten für die Masterzulassung einen Konkurrenzkampf unter den Studenten; jeder für sich alleine, denn je schlechter die anderen abschneiden, desto größer sind die eigenen Chancen.

Studiengebühren abschaffen!
Die Folgen sind bereits zu beobachten: Immer weniger junge Leute nehmen ein Studium auf; immer mehr Studierende brechen ab. Gerade Studierende aus einkommensschwachen Familien sind davon betroffen – die soziale Schieflage im deutschen Bildungssystem verschärft sich. Ein gebührenfreies Studium sind der Schlüssel zur Chancengleichheit und Gerechtigkeit.
Studiengebühren sind nicht nur ein Problem für die Studierendenschaft: Viele, die eine Hochschulzulassungsberechtigung erworben haben nehmen eine Ausbildung auf um die Gebühren zu umgehen und verschärfen somit den Kampf um Ausbildungsplätze. Eine ganze Generation leidet so unter den Gebühren.

Gleichstellung durchsetzen!
Zwar erreichen inzwischen mehr Frauen eine Hochschulzulasssungsberechtigung, jedoch nehmen weit weniger dann auch ein Studium auf. Herrscht bei der Aufnahme des Studiums noch Geschlechterparität, fällt der Anteil bis zu C4-Professuren auf 10%. Die Beteiligung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb nimmt ab.
Zu Gleichstellungspolitik gehört für uns darüber hinaus das Eintreten für Minderheiten. MigrantInnen, Schwule, Lesben, Transsexuelle, ausländische Studierende und behinderte Menschen müssen ebenso Rechte und Schutz vor Diskriminierung erhalten. Aus diesem Grund gehören für uns der Kampf für barrierefreie Hochschulen, die Erhöhung des Anteils Studierender mit Migrationshintergrund, gleiche Rechte für ausländische Studierende und die Schaffung eines diskriminierungsfreien Umfelds für sexuelle Minderheiten zur politischen Agenda.

Studentische Beschäftigung gerechter!
Die Lehre an Hochschulen ist ohne studentische Beschäftigte nicht vorstellbar. Wagt man das Gedankenexperiment dennoch, würde man sehr schnell feststellen, dass ein Aufrechterhalten des Lehrbetriebes absolut unmöglich wäre. Ca. 100.000 studentisch Beschäftigte unterstützen Lehrende bei der Vorbereitung ihrer Lehrveranstaltungen, geben Tutorien, arbeiten in Bibliotheken und Beratungseinrichtungen, beaufsichtigen Prüfungen und vieles mehr.

Fast überall jedoch werden Studierenden elementare ArbeitnehmerInnenrechte vorenthalten. Von absurden Lohnobergrenzen (!), die an ostdeutschen Fachhochschulen eine Stundenvergütung von 4,97 € vorsehen, bis zum Vorenthalten von Lohnfortzahlung im Krankheitsfall reicht die Palette der Benachteiligungen. Studierende erbringen normale sozialversicherungspflichtige Arbeit und müssen demnach von einem Tarifvertrag geschützt werden, wie er beispielsweise in Berlin besteht. In ihm müssen elementare Rechte wie Urlaubsansprüche, geregelte Arbeitszeiten, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Wahl eines Personalrates und nicht zuletzt ein Mindestlohn nicht unter 11 € vereinbart sein.

Breitenförderung statt Elite-Hochschulen   

Seit der Begriff „Elite-Hochschulen“ in der öffentlichen Debatte herumgeistert, ist ein radikales Umdenken in der deutschen Hochschulpolitik zu beobachten. Das Ziel ist nicht mehr eine Breitenförderung aller Hochschulen, sondern einige wenige durch eine gezielte Forschungsförderung zu „Leuchttürmen“ der internationalen Wissenschaft auszubauen, die mit ihrer kleinen Zahl an Studierenden den Nachwuchs an ForscherInnen sicherstellen.
Die große Masse sinkt nach diesen Plänen zu reinen Ausbildungsuniversitäten ab, die möglichst viele Studierende möglichst schnell zu einem Abschluss bringen.
 

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